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Dies ist ein Service des
ALLGEMEINEN SPORTVERBANDES ÖSTERREICHS und seiner Landesverbände.

Das Corona-Virus:

Informationen für Vereine

Empfehlungen für Sportvereine und Sportstättenbetreiber
(Stand 01-07-2020)

Die Sport- und Bewegungsangebote unserer Mitgliedsvereine sind gekennzeichnet durch soziale Begegnungen. Auf der einen Seite bringen Sport und Bewegung enorm positive Effekte für das Wohlbefinden und die Gesundheit mit sich. Auf der anderen Seite finden sportliche Betätigungen oftmals in einem sozialen Kontext statt, der ein gewisses Infektionsrisiko in sich birgt.

Nach wie vor sind wir aufgefordert, aus Solidarität zu den gefährdeten Gruppen, die sozialen Kontakte zu reduzieren und durch Verhaltensänderungen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Die positiven Aspekte von Bewegung und Sport haben dazu geführt, dass ab 1. Juli jede Form der Sportausübung für BreitensportlerInnen wieder möglich ist! (Verordnung siehe hier)

Wenn es bei Sportarten mit sportartspezifischer Ausübung zu Körperkontakt kommt, ist vom Verein (bzw. dem Betreiber der Sportstätte) ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen. Weiter Informationen finden Sie unten bei den FAQs)

Folgende Informationen sind als Empfehlungen zu verstehen. Bitte beachten Sie, dass Sportstättenbetreiber sowie Bezirkshauptmannschaften und Gemeinden ggf. noch weitere oder abweichende Regelungen bestimmen können. Für

Für Fragen wenden Sie sich an das Informations-Service für den Bereich Sport vom BMKÖS:
Hotline: +43 (1) 71606 - 665270 (Mo-Fr 9 bis 15 Uhr)
E-Mail: sport(at)bmkoes.gv.at

Allgemeine Empfehlungen

  • Besonderer Schutz von Risikogruppen:
    • Personen, die Symptome aufweisen oder sich krank fühlen, dürfen am Sportbetrieb nicht teilnehmen.
    • Generell wird eine risikoarme Sportausübung empfohlen.
    • In Kenntnis von der Nichteinhaltung der Maßnahmen können Sportstättenbetreiber einen Platzverweis aussprechen.
    • Auf Angehörige von Risikogruppen (z.B. Vorerkrankungen wie Diabetes oder Immunsuppression) ist besondere Rücksicht zu nehmen. Diese dürfen nur allein trainieren.
  • Hygieneregeln:
    • Die allgemeinen Hygieneregeln (regelmäßiges Händewaschen, nicht mit den Händen ins Gesicht greifen, in Ellenbeuge oder Taschentuch Husten oder Nießen) sind einzuhalten.
    • Darüber hinaus wird empfohlen Sportgeräte, die mit den Händen berührt werden (z.B. Hanteln, Schläger), bevor eine andere Person sie benutzt, zu desinfizieren.
  • Verkehrsbeschränkungen:
    • Auf die Bildung von Fahrgemeinschaften für die Anreise zur Sportstätte ist zu verzichten. Davon ausgenommen sind Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben.

Allgemeine Fragen und Antworten

Stand / Update: 06-07-2020

Wir sind bemüht, die laufend an uns herangetragenen Fragen im Zusammenhang mit COVID-19 und dem Vereinsbetrieb zu sammeln und hier für unsere Mitgliedsvereine aufzubereiten.

Klicken Sie auf die Balken um die Antworten zu den Fragen zu sehen:

Frage 1: Was ist bei einem COVID-19-Verdachtsfall im Verein zu tun?

  1. Der Verein informiert die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin).
  2. Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden/Amtsarzt/Amtsärztin verfügt. Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Der Verein hat die Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen.
  3. Dokumentation durch den Verein, welche Personen Kontakt zur betroffenen Person hatten sowie Art des Kontaktes (z. B. mit Hilfe von Teilnehmerlisten).
  4. Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen (z.B. Desinfektion der Sportstätte) entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

Um im Anlassfall entsprechend geordnet vorgehen zu können, müssen die Kontaktdaten aller TeilnehmerInnen bzw. der Erziehungsberechtigen zur Verfügung stehen und die Teilnahme an Trainingseinheiten oder anderen Sportveranstaltungen dokumentiert werden (z.B. durch Teilnehmerlisten).

Frage 2: Wann wird ein COVID-19-Präventionskonzept für die Sportausübung benötigt? Was muss es enthalten?

Breitensport:

Wenn es bei Sportarten bei sportartspezifischer Ausübung zu Körperkontakt kommt – das ist bei den meisten Formen von Mannschafts- und Kampfsportarten der Fall – ist vom Verein oder vom Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten bzw. umzusetzen. Ein Präventionskonzept hat u.a. zu enthalten:

  • Verhaltensregeln von SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen
  • Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur
  • Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material
  • Regelungen zum Verhalten beim Auftreten einer COVID-19-Infektion

Das COVID-19-Präventionskonzept kann auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten auf freiwilliger Basis beinhalten.

Spitzensport:

Für SpitzensportlerInnen gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 von Mannschaftssport oder Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt , auch aus dem Bereich des Behindertensports, ist vom verantwortlichen Arzt/von der verantwortlichen Ärztin ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren. Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch molekularbiologische Testung nachzuweisen, dass SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen SARS-CoV-2 negativ sind. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV2-Infektion sind in den folgenden 10 Tagen vor jedem Wettkampf alle SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

Das Präventionskonzept für SpitzensportlerInnen hat zumindest folgende Themen zu beinhalten:

  • Schulung von Sportlern und Betreuern in Hygiene, Verpflichtung zum Führen von Aufzeichnungen zum Gesundheitszustand,
  • Verhaltensregeln von Sportlern, Betreuern und Trainern außerhalb der Trainings- und Wettkampfzeiten,
  • Gesundheitschecks vor jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf,
  • Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur,
  • Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material,
  • Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen,
  • Regelungen zum Verhalten beim Auftreten von COVID-19-Symptomen,
  • bei Auswärtswettkämpfen Information der dort zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde, dass ein Erkrankungsfall an COVID-19 bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer aufgetreten ist. Informationen zur Vorgehensweise beim Auftreten positiver COVID-19-Fälle für SpitzensportlerInnen finden Sie in der behördlichen Vorgangsweise des Gesundheitsministeriums (Seite 5)

Frage 3: Sind Wettkämpfe und Veranstaltungen, auch mit ZuseherInnen, erlaubt?

Wettkämpfe und Veranstaltungen sind generell erlaubt. Bis 31. Juli dürfen bei nicht zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen maximal 100 TeilnehmerInnen, ab 1. August 200 TeilnehmerInnen mitwirken. Ausgenommen sind jene Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind. Das sind im Sportbereich etwa SchiedsrichterInnen, MitarbeiterInnen der Organisationseinheit und SpielerInnen.

Diese Regelung gilt nicht für Sportveranstaltungen, bei denen keine bestimmte Zahl an TeilnehmerInnen für die Durchführung erforderlich ist wie z.B. Laufveranstaltungen oder Radrennen. Bei solchen Veranstaltungen ist die Zahl der SportlerInnen in die Höchstzahl einzurechnen.

Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen gilt bis 31. Juli die Obergrenze von 250 Personen indoor und 500 Personen outdoor. Es ist grundsätzlich ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten. Ausgenommen von der Abstandsregel sind:

  • Personen die im gemeinsamen Haushalt leben
  • Personen aus einer gemeinsamen BesucherInnengruppe (unter Besucher-/Besucherinnengruppe ist zu versehen: maximal vier Erwachsene zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder oder Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben)

Kann der Abstand der Sitzplätze nicht eingehalten werden, sind die jeweils daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, oder das Infektionsrisiko durch andere geeignete Schutzmaßnahmen zu minimieren.

Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Ein Mund-Nasen-Schutz ist immer zu tragen, wenn der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist zu tragen:

  • beim Betreten von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen
  • auf den zugewiesenen Sitzplätzen, wenn der Ein-Meter-Abstand nicht gewährleistet ist
  • bei Indoor-Veranstaltungen, ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze

Der Mund-Nasen-Schutz kann auf den zugewiesenen Sitzplätzen abgenommen werden, wenn ein Meter Sicherheitsabstand gewährleistet ist.

ÖISS-Informationen: "Auslastung von Tribünenanlagen bei Corona bedingten Sicherheitsabständen"

Frage 4: Wer ist für die Einhaltung der Vorgaben, Regelungen und Empfehlungen verantwortlich?

Etwaige Konsequenzen aus der Nichteinhaltung der Maßnahmen sind entsprechend von den Sportausübenden, den Aufsichtspersonen oder TrainerInnen zu tragen. Wer als Inhaber einer Betriebsstätte z.B. nicht dafür Sorge trägt, dass die Betriebsstätte höchstens von der in der Verordnung genannten Zahl an Personen betreten wird (besonders relevant bei der Regelung für die maximal erlaubte ZuseherInnenzahl), begeht eine Verwaltungsübertretung. Es wird empfohlen, Online-Anmeldesysteme zu nutzen, um den Andrang in Grenzen zu halten. Informieren Sie die SportlerInnen sowie ZuschauerInnen, dass der Sicherheitsabstand zu jeder Zeit einzuhalten ist und daher Menschenmengen an Stoßzeiten zu vermeiden sind, z.B. Driving Range eines Golfplatzes. Unsere allgemeinen bzw. die entsprechenden sportartspezifischen Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

Frage 5: Wo bekomme ich Cornona-Tests?

Eine „Corona-Test“-Auswertung (Nasen-Rachenabstrich) ist unter anderem bei der Firma ARCHIMED Life Science GmbH in Wien, sowie bei der Firma Novogenia GmbH in Salzburg möglich.

Frage 6: Sind virtuelle Abstimmungen innerhalb eines Vereins zulässig?

Virtuelle Versammlungen sind von Seiten des Gesetzgebers grundsätzlich möglich. Sie muss jedoch unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden:

Eine Abstimmung oder Wahl ist nur dann zulässig, sofern alle Mitglieder in Echtzeit akustisch und optisch (Videokonferenz) teilnehmen können;

  1. Wenn die Voraussetzungen für eine solche Bild- und Tonverbindung nicht zur Verfügung stehen, reicht auch eine rein akustische (z.B. Telefon-) Verbindung aus. Insgesamt darf es sich dabei maximal um die Hälfte der Teilnehmer handeln.
  2. Wenn bei einer virtuellen Versammlung Anlass zu Zweifeln an der Identität eines Teilnehmers besteht, so hat die Gesellschaft seine Identität auf geeignete Weise zu überprüfen.

 

Den TeilnehmerInnen muss es möglich sein während der Versammlung Wortmeldungen abzugeben und an Abstimmungen teilzunehmen.

Wenn virtuelle Versammlungen nicht möglich oder zweckmäßig sind, kann der Vorstand für Beschlussfassungen der Generalversammlung schriftliche Abstimmungen vorsehen bzw. anordnen. Diese sollte man, da es sich um ein komplexeres Procedere handelt (Beschlussfassungen, 72 Stunden Fragerecht, dann Antwortpflicht) auf das geringstmögliche Ausmaß beschränken. Nach dem 4.Covid-Gesetz, Art 35 § 1 Abs 4 können Versammlungen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 verlegt werden.

Das Parlament hat hierzu folgendes Gesetz beschlossen: Bundesgesetzblatt; 140. Verordnung

Das Justizministerium hat Erläuterungen diesbezüglich veröffentlicht: Erläuterungen des Justizministeriums

Frage 7: Wo bekomme ich Psychologische Hilfe

Der Berufsverband Österreichischer Psychologen hat ein Informationsblatt herausgegeben.

PDF zum downloaden

Frage 8: Was müssen ein Arbeitnehmer und Arbeitgeber beachten?

Was müssen ein Arbeitnehmer und Arbeitgeber beachten? Unser Verbandssteuerberater Harald Schwarzer hat einige wichtige Informationen für uns zusammengefasst.

Download Sonderinformation

Frage 9: Wann soll man sich testen lassen?

Aktuell sollte nur getestet werden, wenn Kontakt mit nachweislich Erkrankten plus Symptome (allg. Infektanzeichen, insbesondere akute Ateminsuffizienz) gegeben sind. Weiters, wenn man mit Rückkehrende aus Risikogebieten, die Symptome zeigen, Kontakt hatte.

Die Hotline der AGES +43 (0) 800 555 621 (24 Stunden täglich) erreichbar!

Frage 10: Ist sporteln derzeit gesund oder sollte man es lieber lassen?

Sport trägt zur Gesundheit bei und stärkt das Immunsystem. Es gilt aber: Nur alleine oder Personen mit denen man zusammenlebt!

Aktuell sind jedoch für den Sport genauso wie für alle anderen Gesellschaftsbereiche allgemeinen Hygienehinweise extrem wichtig. Diese finden Sie hier! Bei Anzeichen von Krankheitssymptomen gilt auch im Sport: Zu Hause bleiben und seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren! Im Fall von Corona-Infektionen sind immer den Anordnungen des zuständigen Gesundheitsamtes Folge zu leisten.

Frage 11: Gibt es Empfehlungen für Sportvereine über die gesetzlichen Verbote hinaus?

Es gibt keine Empfehlungen, außer den Appell an die Eigenverantwortung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Gesetze.

Frage 12: Gibt es Ausbildungen zum/zur COVID-19-Beauftragten für Veranstaltungen?

Die Lockerungsverordnung sieht bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 TeilnehmerInnen und im Freien mit mehr als 100 TeilnehmerInnen neben einem Präventionskonzept auch die Bestellung eines/einer COVID-19-Beauftragten vor. Auch wenn Schulungen für diesen Bereich nicht verpflichtend vorgeschrieben sind, empfehlen wir, sich in diese Richtung fortzubilden bzw. sich zu informieren. Eine Möglichkeit bietet der Online-Ausbildungskurs des Roten Kreuzes:

https://www.roteskreuz.at/wien/katastrophenhilfe/veranstaltungssicherheit/intensivkurse/covid-19-beauftragter/

Sport Austria, ehemals Bundessportorganisation (BSO), konnte mit dem Wiener Roten Kreuz eine Kooperation erzielen – somit gilt für alle Sport Austria-Mitglieder ein vergünstigter Preis für die Online Kurse zur/zum COVID-19-Beauftragten. Sie können diesen 4 Stunden Online Kurs für € 119,- (statt € 149,-) buchen. Link zur Anmeldung:

https://kursbuchung.wrk.at/versteckte-seiten/kurssuche/?kathaupt=11&knr=20C0VID19B&kursname=Bundessportorganisation+C0V19+Beauftragter

Sie können sich jederzeit anmelden, es muss kein spezieller Termine ausgewählt werden, da dieser Kurs zu jedem Zeitpunkt von den TeilnehmrInnen absolviert werden kann. Ablauf:

  • Anmeldung über den Link zu keinem der angeführten Termine
  • Eingangsbestätigung wird per Mail an den/die TeilnehmerIn versendet
  • Am nächsten Werktag wird die Anmeldebestätigung mit dem Link zum Online Kurs versendet
  • Ab diesem Zeitpunkt kann der Kurs zu jeder Zeit absolviert werden
  • Nach Absolvierung kann der/die TeilnehmerIn das Zertifikat ausdrucken

Frage 13: Welche Aufgaben haben COVID-19-Beauftrage?

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 TeilnehmerInnen und im Freien mit mehr als 100 TeilnehmerInnen ist vom Veranstalter/der Veranstalterin ein/e COVID-19-Beauftragte/r zu bestellen, wenn der Veranstalter die Pflichten selbst nicht wahrnimmt. Es wird empfohlen, COVID-19-Beauftragte im Hinblick auf datenschutzrechtliche Fragestellungen entsprechend zu schulen.

COVID-19-Beauftragte haben den Veranstalter bei der Erfüllung seiner Pflichten zu unterstützen und sind für die Umsetzung des COVID-19-Präventivkonzeptes verantwortlich. Sie dienen als primäre Ansprechpersonen für die Behörde, im Falle der Erhebungen der Kontaktpersonen im Rahmen eines COVID-19-Erkrankungsfalls.

COVID-19-Beauftragte haben auch die Funktion der Ansprechperson innerhalb des Vereins/Verbandes für die Umsetzung der Maßnahmen gegenüber den SportlerInnen, TrainerInnen und BetreuerInnen sowie sonstigen MitarbeiterInnen. Es steht dem Veranstalter frei, verschiedene Personen für einzelne Veranstaltungen zu benennen, oder diese Aufgabe entsprechend des veranstaltungsspezifischen Organisationskonzeptes bei einer Person zu konzentrieren.

Die Letztverantwortung liegt, vorbehaltlich § 9 Abs. 2 VStG, jedoch immer beim Veranstalter.

Frage 14: Wann wird ein COVID-19-Präventionskonzept für Veranstaltungen benötigt und gibt es ein Muster?

Jede/r Veranstalter/in von Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 50 Personen bzw. im Freien mit über 100 Personen hat ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen.

Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen sind in geschlossenen Räumen mit bis zu 1.500 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 3.000 Personen zulässig. Für Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen ist die Bewilligung der für den Veranstaltungsort örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde nötig. Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt vier Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen.

In jedem der hier angeführten Fälle ist ein COVID-19-Präventionskonzept des Veranstalters/der Veranstalterin notwendig. Eine Mustervorlage des Österreichischen Roten Kreuzes dazu finden Sie hier Mehr Informationen zu den Regeln für Veranstaltungen finden Sie auch unter der FAQ "Sind Wettkämpfe und Veranstaltungen, auch mit ZuseherInnen, erlaubt?"

Frage 15:

Frage 16: Was bedeuten die Corona-Ampelfarben für den Sport und Veranstaltungen?

Die derzeit gesetzlich gültigen Corona-Maßnahmen für den Sport und für Veranstaltungen finden sich in der aktuellen Lockerungsverordnung. Diese Regelungen werden in den FAQ auf dieser Seite berücksichtigt.

Die Corona-Ampelfarben dienen aktuell der Risikoorientierung. Der jeweiligen Situation entsprechend werden regelmäßig Empfehlungen der Corona-Kommission ausgesprochen und auf der Corona- Informationsseite veröffentlicht: https://www.corona-ampel.gv.at/.

Frage 17:

Frage 18:

Wenn Teilnehmerlisten geführt werden, wird empfohlen, die Listen bis 28 Tage nach der Veranstaltung aufzuheben. Bei einem Infektionsfall werden die Erhebungen der Behörde beschleunigt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung des Ausbreitungsrisikos geleistet. Die Datenverarbeitung ist nach Art. 6 Abs. 1 lit f DSGVO im Sinne der dort erforderlichen Interessenabwägung gerechtfertigt. Der Gesundheitsschutz der Kontaktpersonen überwiegt. Die Bekanntgabe der eigenen Kontaktdaten bei einer freiwillig besuchten Veranstaltung zur raschen Erreichbarkeit von Personen ist somit gerechtfertigt.

Die Datenverarbeitung ist nach Art. 6 Abs. 1 lit f DSGVO im Sinne der dort erforderlichen Interessenabwägung gerechtfertigt. Der Gesundheitsschutz der Kontaktpersonen überwiegt. Die Bekanntgabe der eigenen Kontaktdaten bei einer freiwillig besuchten Veranstaltung zur raschen Erreichbarkeit von Personen ist somit gerechtfertigt.

Fragen und Antworten zum Thema Sport

Stand / Update: 06-07-2020

Wir sind bemüht, die laufend an uns herangetragenen Fragen im Zusammenhang mit COVID-19 und dem Vereinsbetrieb zu sammeln und hier für unsere Mitgliedsvereine aufzubereiten.

Klicken Sie auf die Balken um die Antworten zu den Fragen zu sehen:

Frage 1: Welche Sportarten dürfen ausgeübt werden?

Grundsätzlich dürfen seit 1. Juli alle Sportarten, indoor wie Outdoor, ohne Mindestabstand ausgeübt werden.

Wenn es bei Sportarten bei sportartspezifischer Ausübung zu Körperkontakt kommt – das ist bei den meisten Formen von Mannschafts- und Kampfsportarten der Fall – ist vom Verein oder vom Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten bzw. umzusetzen.

Für SpitzensportlerInnen gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 von Mannschaftssport oder Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt , auch aus dem Bereich des Behindertensports, ist vom verantwortlichen Arzt/von der verantwortlichen Ärztin ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren. Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch molekularbiologische Testung nachzuweisen, dass SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen SARS-CoV-2 negativ sind. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV2-Infektion sind in den folgenden 10 Tagen vor jedem Wettkampf alle SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

Um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können, empfehlen wir generell geeignete Maßnahmen zu setzen, wie z.B. gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem, dokumentierte Teilnahme.

Frage 2: Ist das Training von Mannschafts- und Kampfsportarten möglich?

Seit 1. Juli sind Mannschafts- und Kampfsportarten ohne Abstand wieder möglich.

Wenn es bei Sportarten bei sportartspezifischer Ausübung zu Körperkontakt kommt – das ist bei den meisten Formen von Mannschafts- und Kampfsportarten der Fall – ist vom Verein oder vom Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten bzw. umzusetzen.

Für SpitzensportlerInnen gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 von Mannschaftssport oder Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt, auch aus dem Bereich des Behindertensports, ist vom verantwortlichen Arzt/von der verantwortlichen Ärztin ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren. Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch molekularbiologische Testung nachzuweisen, dass SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen SARS-CoV-2 negativ sind. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV2-Infektion sind in den folgenden 10 Tagen vor jedem Wettkampf alle SportlerInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

Um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können, empfehlen wir generell geeignete Maßnahmen zu setzen, wie z.B. gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem, dokumentierte Teilnahme.

Frage 3: Gibt es eine Begrenzung von TeilnehmerInnen bei Gruppentrainings?

Generell dürfen  Trainings in geschlossenen Räumen mit maximal 10 und outdoor maximal 100 Personen teilnehmen. Doch in einer Sportstätte können auch mehrere Gruppen parallel trainieren. Voraussetzung ist, dass eine Durchmischung ausgeschlossen werden kann.

Ausgenommen von der maximalen TeilnehmerInnenzahl sind jene Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind (TrainerInnen und BetreuerInnen). Bei Mannschaftssportarten, wie bespielwiese Handball oder Basketball, ist die für die Ausübung der jeweiligen Sportart erforderliche Anzahl an SpielerInnen nicht in die HöchstteilnehmerInnenzahl miteinzurechnen.

Um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können, empfehlen wir geeignete Maßnahmen zu setzen, wie z.B. gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem, dokumentierte Teilnahme.

Frage 4: Was ist bei der Wiederaufnahme des Trainings nach einer Corona-Infektion zu beachten?

Das Coronavirus kann neben der Lunge auch andere wichtige Organe, wie das Herz, angreifen und nachhaltig schädigen. Daher ist, auch bei asymptomatischen Verläufen der Infektion, besondere Vorsicht geboten. Der Wissenschaftsrat der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention und die Medizinische Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes haben gemeinsam mit ExpertInnen aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg Empfehlungen für die Rückkehr ins Training erarbeitet. Die ExpertInnen empfehlen vor der Wiederaufnahme des Trainings eine ärztliche Untersuchung. Für Fragen wenden Sie sich an die Coronavirus-Hotlines: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Hotlines.html

Frage 5: Werden auch Gemeinschaftsräume wie Umkleidekabinen und Duschen in Sportstätten geöffnet?

In den Sanitärbereichen und Garderoben gilt der Mindestabstand von einem Meter.

Frage 6: Können in den Sommerferien Trainingswochen/Trainingscamps (mit Kindern) durchgeführt werden?

Ja, betreute Ferienlagern/Sportcamps können durchgeführt werden. In geschlossenen Räumlichkeiten sind ein Meter Abstand eingehalten werden. Bei der Sportausübung muss seit 1. Juli kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. Das Tragen einer Mund- und Nasenbereich abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung kann entfallen, sofern vom Veranstalter ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt und umgesetzt wird. Ein Präventionskonzept hat u.a. zu enthalten:

  • Schulung der BetreuerInnen
  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • organisatorische Maßnahmen:
    • Gliederung in Kleingruppen von maximal 20 Personen, dass die Interaktion zwischen den Kleingruppen auf ein Mindestmaß reduziert wird.
    • Zwischen den Gruppen darf der Abstand von einem Meter nicht unterschritten werden.
    • Personen, die zur Durchführung des Ferienlagers erforderlich sind, sind in diese Höchstzahl nicht einzurechnen.
    • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion.
    • Nachvollziehbarkeit von Kontakten: z.B. ein datenschutzkonformes System auf freiwilliger Basis zur Dokumentation von Teilnahmen bzw. zur Erfassung von Anwesenheit.

Information des Familienministeriums: Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit.

Die Sommercamps gelten als Veranstaltung im Sinn der Verordnung. Damit sind im Juli 100 TeilnehmerInnen erlaubt, ab 1. August 200 TeilnehmerInnen (ohne BetreuerInnen).

Frage 7: Was ist bei einem COVID-19-Verdachtsfall in einem Trainingslager zu tun?

  1. Die Person ist sofort in einem eigenen Raum unterzubringen. Zur Risikominimierung darf bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals niemand das Trainingslager verlassen.
  2. Die Verantwortlichen sind verpflichtet umgehend die Gesundheitsberatung unter 1450 anrufen, deren Vorgaben Folge leisten sowie die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin) informieren.
  3. Die Verantwortlichen haben bei minderjährigen Betroffenen unverzüglich die Eltern/Erziehungsberechtigten des/der unmittelbar Betroffenen zu informieren.
  4. Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden verfügt. Auch Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Diese verfügen auch, welche Personen zur weiteren Abklärung im Trainingslager bleiben müssen.
  5. Dokumentation welche Personen Kontakt zur betroffenen Person haben bzw. hatten sowie Art des Kontaktes (z.B. mit Hilfe von Teilnehmerlisten).
  6. Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.

Um im Anlassfall entsprechend geordnet vorgehen zu können, sollte bereits im Vorfeld ein wenig frequentierter Raum, der gut zu lüften und desinfizieren ist, ausgewählt werden. Weiters müssen die Kontaktdaten aller TeilnehmerInnen bzw. der Erziehungsberechtigen zur Verfügung stehen und die Teilnahme an Trainingseinheiten dokumentiert werden (z.B. durch Teilnehmerlisten).

Frage 8: Muss während des Sports ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Nein, bei der Sportausübung muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gilt für die Sportausübung indoor und outdoor.

Frage 9: Dürfen Sportunterricht/Trainings/Kurse gegeben werden (ehrenamtlich und/oder kommerziell)?

Ja, das ist möglich. Allgemeine und sportartspezifische Handelungsempfehlungen finden Sie hier. Um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können, empfehlen wir geeignete Maßnahmen zu setzen, wie z.B. gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem, dokumentierte Teilnahme.

Frage 10: Gibt es eine Begrenzung von TeilnehmerInnen bei Gruppentrainings?

Bis 31. Juli dürfen an Veranstaltungen und Trainings ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze maximal 100 Personen teilnehmen, ab 1. August maximal 200 Personen.Ausgenommen von der maximalen TeilnehmerInnenzahl sind jene Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind. Im Sportbereich sind das etwa TrainerInnen und BetreuerInnen. Um bei einem Auftreten eines Infektionsfalls die Kontaktkette nachvollziehen zu können, empfehlen wir geeignete Maßnahmen zu setzen, wie z.B. gleiche Gruppenzusammensetzung, überschaubare Gruppengröße, Anmeldesystem, dokumentierte Teilnahme.

Frage 11: Dürfen Vereine auch Kinder- oder Jugendtraining anbieten?

Ja, Kinder- und Jugendtrainings sind möglich. Kinder und unmündige Minderjährige (unter 14 Jahre) sind in der Regel während des Aufenthaltes auf der Sportstätte von einer volljährigen Person (ab 18 Jahre) zu beaufsichtigen.

Sind in den Bereichen Motorflug und Segelflug Checkflüge (d.h. ein/e CheckpilotIn sitzt mit der/dem zweiten PilotIn in einer Maschine) erlaubt?

Ja, wenn pro Sitzreihe einschließlich dem/der Piloten/Pilotin nur zwei Personen sitzen. Die entsprechenden sportartspezifischen Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

Frage 12: Sind Wettkämpfe und Veranstaltungen, auch mit ZuseherInnen, erlaubt?

Wettkämpfe und Veranstaltungen sind generell erlaubt. Bei nicht zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen dürfen in geschlossenen Räumen maximal 10 und outdoor maximal 100 TeilnehmerInnen mitwirken. Ausgenommen sind jene Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind. Das sind im Sportbereich etwa SchiedsrichterInnen, MitarbeiterInnen der Organisationseinheit. Bei Mannschaftssportarten, wie bespielwiese Fußball oder Basketball, ist die für die Ausübung der jeweiligen Sportart erforderliche Anzahl an SpielerInnen nicht in die HöchstteilnehmerInnenzahl miteinzurechnen.

Diese Regelung gilt nicht für Sportveranstaltungen, bei denen keine bestimmte Zahl an TeilnehmerInnen für die Durchführung erforderlich ist wie z.B. Laufveranstaltungen oder Radrennen. Bei solchen Veranstaltungen ist die Zahl der SportlerInnen in die Höchstzahl einzurechnen.

Für Informationen zu größeren Veranstaltung beachten Sie bitte die FAQ "Wann wird ein COVID-19-Präventionskonzept für Veranstaltungen benötigt und gibt es ein Muster?"

Es ist grundsätzlich ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten. Ausgenommen von der Abstandsregel sind:

  • Personen die im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Personen aus einer gemeinsamen BesucherInnengruppe (unter Besucher-/Besucherinnengruppe ist zu versehen: maximal vier Erwachsene zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder oder Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben).

Kann der Abstand der Sitzplätze nicht eingehalten werden, sind die jeweils daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, oder das Infektionsrisiko durch andere geeignete Schutzmaßnahmen zu minimieren.

Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Ein Mund-Nasen-Schutz ist immer zu tragen, wenn der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist zu tragen:

  • beim Betreten von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen
  • auf den zugewiesenen Sitzplätzen, wenn der Ein-Meter-Abstand nicht gewährleistet ist
  • bei Indoor-Veranstaltungen, ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze

Der Mund-Nasen-Schutz kann auf den zugewiesenen Sitzplätzen abgenommen werden, wenn ein Meter Sicherheitsabstand gewährleistet ist.

ÖISS-Informationen: "Auslastung von Tribünenanlagen bei Corona bedingten Sicherheitsabständen"

Fragen und Antworten zum Thema Wirtschaft

Stand / Update: 06-07-2020

Wir sind bemüht, die laufend an uns herangetragenen Fragen im Zusammenhang mit COVID-19 und dem Vereinsbetrieb zu sammeln und hier für unsere Mitgliedsvereine aufzubereiten.

Klicken Sie auf die Balken um die Antworten zu den Fragen zu sehen:

Frage 1: Dürfen Kantinen auf Sportstätten öffnen?

Kantinen dürfen analog zum Gastgewerbe seit 15. Mai wieder öffnen. Für Kantinen gelten dieselben Bestimmungen, wie für das Gastgewerbe. Details finden Sie in der COVID-19_Lockerungsverordnung.

Frage 2: Steht die Möglichkeit zur Kurzarbeit auch Sportvereinen in Österreich offen?

Die Möglichkeit zur „Corona-Kurzarbeit“ steht nun allen 15.000 Sportvereinen in Österreich offen! Darauf hat sich Sport Austria mit den Sozialpartnern verständigt. Bislang war dies nur Vereinen der Fußball-Bundesliga möglich. Damit soll besonders Vereinen und Verbände geholfen werden, die sich aufgrund der finanziellen Situation mit Kündigungen ihrer MitarbeiterInnen beschäftigen müssen.

Achtung: Wenn jemand in seinem Förderantrag für 2020, der Teil des Fördervertrages ist, Personalkosten für MitarbeiterInnen vorgesehen hat, die jetzt für die Corona-Kurzarbeit vorgesehen sind, darf keine Umwidmung dieses Förderanteils vornehmen. Sie dürfen nur für den nicht durch das AMS ersetzten Anteil des Dienstgebers abgerechnet werden. In diesem Bereich ist eine Rücklagenbildung ausgeschlossen und die Förderung ist anteilig zurückzuzahlen. Andernfalls wäre es eine unerwünschte, vielleicht sogar rechtswidrige Doppelförderung durch die Republik Österreich.

Wichtige Information: Die Unterschriftsfelder der Sozialpartner können bei der Antragstellung frei gelassen werden!

Informationen zur Kurzarbeitszeit:

Notwendige Formulare zur Antragsstellung:

Ausfüllhilfe zum Antragsformular!

Frage 3: Darf in Zeiten der Einschränkung eine Pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) ausgezahlt werden?

Der Nationalrat hat beschlossen, dass die pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) im Sport auch ohne effektive Reisetätigkeit zur Anwendung kommen darf. Dies ist auch rückwirkend bis zum 16. März möglich.

Frage 4: Wie ist mit Mitgliedsbeiträgen in Zeiten der Einschränkung umzugehen?

Gemeinnützigen Sportvereine bieten seit Jahren unbezahlbare Leistungen, nicht zuletzt dank hunderttausender Ehrenamtlicher, die häufig seit Jahrzehnten ihre Tatkraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Solidarität, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit haben den Sport in unseren Vereinen groß gemacht. Vereine müssen weiterhin für Miete und Unterhalt ihrer Sportstätten oder Stornogebühren aufgrund der Coronakrise aufkommen.

Gerade jetzt ist es daher wichtig, dass Sie Ihren Verein unterstützen und ihm treu und solidarisch gegenüber bleiben. Der ASVÖ appelliert daher in der aktuellen Phase Mitglied zu bleiben und weiterhin den Verein mit dem Mitgliedsbeitrag zu unterstützen, zumal dieser in der Regel insbesondere dazu dient, die laufenden Kosten des Vereinsbetriebs zu decken. Die Mitgliedsbeiträge sind meist knapp kalkuliert und berücksichtigen Kosten, die ganzjährig anfallen wie zum Beispiel Verbandsabgaben und Versicherungsbeiträge. Geben Sie Ihrem Verein eine Zukunft und lassen Sie uns gemeinsam dieser Krise trotzen!

Frage 5: Gibt es Informationen für selbstständige Trainer?

Ja, es gibt Hilfsmaßnahmen der Regierung bei Liquiditätsengpässen.

Voraussetzung für die Anwendung der unten angeführten Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der/die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er/sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine Coronavirus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählen z.B. außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sport- und Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens.

Sämtliche Anträge, die die unten angeführten Maßnahmen betreffen, sind sofort zu bearbeiten.

  • Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 können herabgesetzt oder mit null Euro festgesetzt werden
  • Abstandnahme von der Festsetzung von Nachforderungszinsen
  • Stundung und Entrichtung in Raten
  • Stundungszinsen bis zu Null herabsetzen
  • Säumniszuschläge bis zu Null herabsetzen

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Frage 6: Was, wenn dem Sportverein auf Grund des Cornaviruses finanzielle Schäden entsteht?

Das Sportministerium hat ein Paket für den gesamten gemeinnützigen Bereich in Österreich in Höhe von 700 Millionen Euro und damit auch für den Sport vorgestellt. Diese Mittel werden vom AWS (Austria Wirtschaftsservice) zentral an die jeweiligen Vereine verteilt. Ab 8. Juli ist es Vereinen möglich Anträge zu stellen.

Eine Informationsseite wurde eingerichtet: www.npo-fonds.at.

Links zu den Richtlinien der Fachverbände:

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